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Brennholz und Kaminholz in Niedersachsen

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Kaminholz aus Niedersachsen

Wer sein Brennholz aus überregionalen Quellen bezieht, verfeuert vielleicht gerade einen Holzscheit aus Niedersachsen in seinem Kamin. Denn das zentral gelegene Bundesland nördlich von Nordrhein-Westfalen beliefert den deutschen Holzmarkt mit ungefähr 4,5 Millionen Kubikmeter im Jahr. Dabei handelt es sich überwiegend um Rohholz im Wert von über 180 Millionen Euro. Dieses Rohholz wird beispielsweise im Industriegewerbe oder eben als Kaminholz verwendet.

Qualitativ besseres Stammholz dient der Herstellung von Möbeln. Während Nadelhölzer im Kaminofen für zu viel Funkenflug verantwortlich sind, sind Papierwerke auf diese Holzart besonders angewiesen. Gerade bei der Durchforstung von Jungbeständen fällt viel Nadelholz an. Die Sägeindustrie wiederrum ist vor allem an Rohholz interessiert, während die Möbelindustrie auf Laubschnittholz angewiesen ist. Niedersachsen blickt zurzeit auf federführende Projekte aus der Bioenergie. Die Entwicklung im Bereich von Hackschnitzeln verläuft nach Plan. Die mit einer Kantenlänge von bis zu 50mm hergestellten Holzschnitzel orientieren sich an der EN 15149-1.



Brennholz aufgestapelt
© kingnetz.de - Brennholz | Kaminholz | Niedersachsen

Eine Million Hektar Wald

Dieser Brennstoff findet vor allem in mittleren und großen Heizwerken. Waldholz, aber auch die Reste aus Sägewerken werden zu diesem Brennstoff verarbeitet. Während sich Brennholz im heimischen Ofen besser macht, greifen industrielle Kraftwerke lieber auf kostengünstige Holzschnitzel zurück. Jährlich erzeugen diese Kraftwerke, betrieben mit Holz, mehr als eine Million Megawattstunden. Ein mittelgroßes Holzheizkraftwerk in Niedersachsen kann beispielsweise eine Leistung von 400 kW erzielen und damit 130 Einfamilienhäuser oder eine Schule mit Energie versorgen.


Das Bundesland hat einen Waldanteil von 24 Prozent, welcher unter dem deutschen Durchschnitt liegt. 31 Prozent Waldfläche gilt als Durchschnittswert in Deutschland. In absoluten Zahlen heißt das: Niedersachsen verfügt über mehr als eine Million Hektar Wald - womit das Bundesland den dritten Platz von allen Bundesländern in Sachen Bewaldung erreicht. Knapp 60 Prozent des Waldes in Niedersachsen sind im Privateigentum. Die Kiefer ist mit 27 Prozent vertreten, während die Fichte mit 23 Prozent nur geringfügig häufiger vorkommt. Beide Nadelbäume sind als Brennholz recht beliebt bei den Deutschen. Die Kiefer punktet mit ihrem tollen Duft beim Abbrennen. Außerdem sorgt sie für das typische Knistern im Kamin. Die Fichte ist ein sehr schnell abbrennendes Brennholz. Sie ist besonders aufgrund ihrer günstigen Anschaffungskosten so beliebt. Buche und Eiche - beides beliebte Brennholz-Sorten - machen einen deutlich kleineren Prozentsatz im niedersächsischen Waldbestand aus. Sie kosten etwas mehr, bieten dafür jedoch eine bessere Heizleistung als Kiefer und Fichte und sind im Gegensatz zu den Nadelhölzern auch als Kaminholz für offene Feuerstellen geeignet.



Quelle: © Doctor Drone - YouTube.com - Niedersachsen | Syke

Brennholz direkt vom Forstamt

Die Niedersächsischen Landesforsten selbst bieten Brennholz zum Verkauf an. Dieses stammt aus schwachen Durchforstungsstämmen, welche bei der Holzernte sowieso anfallen. Das so gewonnene Brennholz fällt vor allem im Zeitraum November bis März an. Regelmäßig veranstaltet das Forstamt auch Brennholzversteigerungen. Die Veranstaltungsorte und die Termine finden sich auf den Seiten der Niedersächsischen Landesforsten. Das Holz in unterschiedlichster Mischung kann sogar angeliefert werden. Wer nicht gern steigert oder nur kleine Mengen Holz benötigt, sollte sich jedoch lieber Brennholzhändler seines Vertrauens wenden. Der Vorteil: Beim Brennholzhändler erhält man zusätzlich eine kompetente Beratung über geeignete Brennholz-Sorten für den eigenen Kamin. Wer in puncto Funkenflug und Heizwert nicht ganz sicher ist, sollte sich also lieber für diese Variante des Brennholz-Erwerbs entscheiden.