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Welches Brennholz | Brennholz | Ofen

Welches Brennholz ist für Öfen geeignet?

Welches Brennholz ist für Öfen geeignet?
Brennholz | Ofen | Kaminofen (Quelle: © maho -Fotolia.com)

Holz ist nicht gleich Holz. Deshalb sollten Sie sich ausreichend informieren, welches Brennholz für Ihren Ofen geeignet ist.
Wir stellen Ihnen in diesem Ratgeberteil die verschiedenen Holzsorten vor und zeigen welches Brennholz Sie für Ihren Ofen verwenden sollten und welches nicht
.


Holzsorten


Grob kann Holz in Hartholz und Weichholz unterteilt werden.
Hartholz weist eine enge Gefäßstruktur auf und hat daher eine hohe Rohdichte, ist also sehr fest und schwer.
Weichholz ist dagegen deutlich leichter. Die niedrige Rohdichte von Weichholz führt dazu, das es schnell abbrennt und dabei nur wenig Wärme abgibt. Daher ist zum Heizen immer Hartholz vorzuziehen. Es hat einen hohen Brennwert und verbrennt sehr langsam. Beispiele für Hartholz sind Buchenholz, Eiche und Esche.

Eine weitere Unterscheidung von Holz ist die Einteilung in Laubbaumholz und Nadelbaumholz.
Nadelbäume zählen zu den Weichhölzer. Aber auch Laubbäume wie Weide, Pappel oder Linde sind zu den Weichhölzern zu zählen.
Das Holz von Nadelbäumen ist zwar schnell zu entflammen, brennt aber zu schnell ab. Außerdem ist es oft harzig. Harz führt zu einem eher unruhigen Brennverhalten.
Da Harz spritzt beim Verbrennen, löst Funkenflug aus und kann so Verschmutzungen im Ofen verursachen.
Daher sind Nadelhölzer nicht als Brennholz für Öfen geeignet. Allerdings können sie genutzt werden, um Brennholz zu entflammen.
In diesem Zusammenhang spricht man vom "Anzündholz".

Ofen | Brennholz | Kaminholz (Quelle: © SyB -Fotolia.com)



Eine Vielzahl der Laubbäume sind dem Hartholz zuzuordnen. Sie zeichnen sich durch eine gute Glutbildung und langsames, ruhiges Brennverhalten aus und spenden lange Wärme. Allerdings müssen verschiedene Holzsorten unterschiedlich behandelt werden.
Eiche zum Beispiel hat hohe Anteile an Gerbsäure im Holz. Diese kann bei der Verbrennung zu einem unangenehmen Geruch führen und außerdem zu Verschmutzungen im Ofen. Daher wird empfohlen Eichenholz bei der Lagerung "auszuwaschen" - sprich besonders der Witterung auszusetzen, damit die Gerbsäure aus dem Holz gespült wird. Mit einem geringen Gerbsäureanteil ist Eiche gut zum Verbrennen im Ofen geeignet.

Die Birke kann sogar frisch verbrannt werden. Die Rinde enthält ätherische Öle, welche verhindern, dass Wasser in das Holz eindringt.
Allerdings ist die Heizleistung im Gegensatz zu Birke, welche zwei Jahre ohne Rinde gelagert wurde, deutlich niedriger.

Unabhängig von der Holzsorte ist es essentiell für die Verbrennung, dass das Holz richtig gelagert und getrocknet wurde.

Restfeuchte


Frisches Holz enthält große Wassereinlagerungen, welche bei der Verbrennung zu einem verminderten Heizwert und zu Rußbildung führen können.
Rußbildung kann starke Verschmutzungen im Ofen verursachen. Bei hoher Verschmutzung wird die Heizleistung Ihres Ofens gemindert. In schweren Fällen von Ruß kann es zu Rußbränden kommen und spätestens an dieser Stelle fällt auf wie wichtig korrekte Lagerung von Brennholz ist, damit Sie es ohne Bedenken verbrennen können.

Holz sollte circa zwei Jahre lang gelagert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass dem Holz keine zusätzliche Nässe zu kommt. Sie sollten bei Ihrem Brennholzlager also darauf achten, dass das Holz vor Bodennässe und vor Witterung geschützt ist.
Außerdem ist eine regelmäßige Luftzirkulation wichtig, da es sonst zu Schimmel am Holz kommen kann.
Schimmel hat ebenfalls Einfluss auf die Heizleistung und kann zu Rußbildung verursachen, sollte also unbedingt vermieden werden.

Nach der Lagerung sollte Ihr Brennholz eine Restfeuchte zwischen 20 und 15 Prozent aufweisen. Nicht höher!
Allerdings auch nicht sehr viel niedriger - bei einer Restfeuchte von 10 Prozent verbrennt Ihr Holz sehr schnell, sodass es Ihnen nur wenig Wärme spendet. Die Restfeuchte können Sie über ein Restfeuchte-Messgerät ermitteln. Diese sind meist sehr preisgünstig und da die Restfeuchte für eine effiziente Verbrennung so essentiell ist, sollten Sie an dieser Stelle unbedingt investieren.

Welches Brennholz ist am besten geeignet?


Um die optimale Wärmeleistung zu erzielen, sollten Sie auf ein Hartholz zurückgreifen, welches korrekt gelagert wurde und eine geringe Restfeuchte aufweist. Ihr Brennholz sollte nicht harzig sein, da dies Verschmutzungen und Funkenflug nach sich ziehen kann, was im Wohnraum Gefahren birgt.
Beliebte Brennhölzer sind Laubhölzer wie Eiche, Buche und Esche. Aber auch die Birke taugt als Brennholz. Besonders sind hier die hohen Brennwerte zu beachten. Den verschiedenen Holzsorten sind verschiedene Brennwerte zuzuordnen, welche Auskunft über die Heizleistung geben.
Hohe Brennwerte sind demnach zu bevorzugen.
Es ist außerdem wichtig, dass Sie nur naturbelassenes Holz verbrennen. Behandelte Hölzer von Möbeln oder anderen Holzgütern sind nicht zur Verbrennung im Ofen geeignet. Die Lacke führen zu einem unangenehmen Geruch bei der Verbrennung und setzen Schadstoffe frei.
Die Heizleistung ist dabei eher mäßig und steht in keinem Verhältnis zur Emission und zum gesundheitlichem Risiko.

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Sarah Kolberg
Sarah Kolberg ist Studierende der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Sie ist als freie Mitarbeiterin bei der Thüringer Allgemeine Lokalausgabe Ilm-Kreis tätig, Ehrenamt engagiert sich Sarah in verschiedenen Ressorts des hsf studentenradio e.V. Seit Juni 2015 schreibt sie für kingnetz.de
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