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Eiche | Eichenfrüchte | Eichenholz | Hartholz | Brennholzsorten | Brennholzsorte | Gerbsäure

Eiche - beliebtes Brennholz in Deutschland

Eiche - beliebtes Brennholz in Deutschland
Eiche | Eichenholz | Brennholz (Quelle: © Smileus - Fotolia.com)
Der Name „Eiche“ kommt vom lateinischen „esca“ – übersetzt „Speise“-  und ergibt sich aus den Eichenfrüchten, welche früher eine essentielle Rolle in der Schweinefütterung gespielt haben.Die Eiche ist allerdings nicht nur aufgrund ihrer Früchte bekannt. Sie gilt in Deutschland auch als beliebtes Brennholz.

Erfahren Sie, was die Eiche als Brennholz kennzeichnet und welche Vor- und Nachteile Ihnen das Holz bietet.

Allgemeines zur Eiche

Die Eiche macht 9 Prozent des deutschen Waldbestandes aus und ist damit nach der Rotbuche der weitverbreitetste Laubbaum in Deutschland. In Küstengebieten kommt es sogar zu noch höheren Beständen. Die Eiche ist vor allem in Mischwäldern vertreten.

In Europa sind die Stiel-und die Traubeneiche sowie Mischformen dieser vorhanden. Diese Arten werden zu den „Weißeichen“ eingeordnet. Seit circa 100 Jahren werden in Mitteleuropa aber auch Roteichen angebaut.
Die Eiche wächst sehr langsam und benötigt für Ihr Wachstum viel Licht. Das ist auch der Grund dafür, dass es in der Regel nicht zu reinen Eichenwäldern kommt.


Eichen können bis zu tausend Jahre alt werden. Diese alten Bäume können einen Umfang von bis zu 10 Metern erreichen.

Eichenfrüchte | Eicheln | Eiche (Quelle: © sarahdoow -Fotolia.com)


Eiche als Brennholz

Eichen gelten als Harthölzer. Das Holz hat dabei ein sehr auffälliges Erscheinungsbild. Die Eiche bildet zwei bis fünf Zentimeter helles, junges, saftdurchflossenes Splintholz aus, welches sich vom Kernholz klar abzeichnet. Das Kernholz ist deutlich dunkler und weist eine graubräunliche Färbung auf. Das besondere an Eichenholz ist die eingelagerte Gerbsäure. Diese kann weitere Verfärbungen im Holz hervorrufen.

Bei der Verbrennung von Eichenholz führt die Gerbsäure zu einem sehr speziellen sauer-würzigen Geruch, welcher teilweise als unangenehm empfunden wird.
Um diesen Geruch zu vermeiden oder wenigstens abzumindern, wird empfohlen die Gerbsäure bei der Lagerung „auszuwaschen". Man soll das gespaltene Brennholz dabei im ersten Jahr der Lagerung nicht abdecken und der Witterung aussetzen.
Eichenholz ist sehr robust und witterungsbeständig und kann daher ohne Bedenken unbehandelt draußen gelagert werden.

Feuchte gelangt durch die Gerbsäure nicht ins Kernholz, allerdings dringt sie auch nur sehr langsam heraus. Eiche trocknet sehr langsam und muss zwei bis drei Jahre gelagert werden.
Eiche hat eine Rohdichte von 660kg/m³. Das führt dazu, dass Eichenholz sehr langsam verbrennt. Mit einem Brennwert von 2100 kWh/rm und ihrer guten Glutbildung ist Eiche sehr gut zum Heizen geeignet. Da die Eiche kein Harz bildet, kommt es nicht zu Funkenflug. Das Flammenbild bei der Verbrennung von Birke und Buche ist dem der Eiche allerdings weit überlegen. Außerdem kann die enthaltene Gerbsäure im Brennholz zur starken Verschmutzung führen. Daher ist die Eiche nicht für offene Kamine geeignet. Für geschlossene Kaminöfen ist Eichenholz allerdings optimal.


(Quelle: © Vergesse nie die Heimat! - YouTube.com)


Die Rinde sowie das Splintholz der Eiche sind anfällig für Schädlingsbefall. Es kann daher dazu kommen, dass das Brennholz Holzmehl sowie Holzwürmer hinterlässt.
Eichenholz ist zwar ein sehr festes Holz, neigt allerdings zur Rissbildung. Diese vereinfachen das Spalten des Holzes enorm. Auch sonst ist  Eichenholz sehr einfach zu verarbeiten.


Die Eiche ist ein heimischer Baum. Die Produktion des Holzes ist durch kurze Transportwege sehr umweltschonend. Eiche überzeugt durch robustes, witterungsbeständiges Holz mit hohem Brennwert und langsamen Abbrennverhalten und ist trotz seiner Gerbsäureeinlagerungen optimal als Brennholz geeignet.

Informieren Sie sich auch über andere Brennholzsorten  wie Birke, Esche  und Rotbuche.

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Sarah Kolberg
Sarah Kolberg ist Studierende der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Sie ist als freie Mitarbeiterin bei der Thüringer Allgemeine Lokalausgabe Ilm-Kreis tätig, Ehrenamt engagiert sich Sarah in verschiedenen Ressorts des hsf studentenradio e.V. Seit Juni 2015 schreibt sie für kingnetz.de
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