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Verbrennung | Brennholz | Heizwert

Voraussetzungen für eine effiziente Verbrennung

Voraussetzungen für eine effiziente Verbrennung
Brennholz | Flammenbild | Verbrennung (Quelle: © kingnetz.de)

Hier erhalten Sie wertvolle Hinweise zu den allgemeinen Grundlagen einer guten Verbrennung, Informationen zur Auswahl des richtigen Brennholzes und Bedienhinweise für Ihren Ofen. Nach Beachtung der Hinweise können Sie den vollen Heizwert Ihres Holzes genießen und sich an einem wunderbaren Flammenbild erfreuen. Die richtige Auswahl des Brennholzes ist ein guter Ausgangspunkt für einen optimalen Brennprozess.

Sorgsame Auswahl des Brennholzes


Gutes Brennholz hat die Eigenschaften, dass es einen sehr niedrigen Feuchtigkeitsanteil besitzt, über einen sehr hohen Brennwert verfügt und es nicht mit irgendwelchen Fremdstoffen, wie Schutzlack oder Farbe, versetzt ist. Die Gefahr bei letzterem liegt logischerweise in der Umweltverträglichkeit der bei der Verbrennung entstehenden Abgase, da diese mit schädlichen chemischen Stoffen belastet sind. 


Um das Holz mit optimalem Brennwert zu erhalten, gilt es, ein gewisses Maß an Fachwissen anzusammeln oder Fachkundige als Referenzpersonen in der Hinterhand zu haben. Gerade ihr Brennholzhändler kann Ihnen aus erster Hand erklären, welches Holz über einen besonders hohen Heizwert verfügt. Auch das Internet hilft per passender Sucheingabe schnell eine grobe Übersicht zum Thema „Brennwerte“ von gängigen Holzvarianten zu finden.


Qualitativ hochwertige Klassiker sind: Buche, Eiche, Ahorn und Birke. Diese kosten aber auch meistens ein wenig mehr als die gängigen Standardprodukte. Bezüglich der Restfeuchtigkeit des Holzes gilt als grober Wert ca. 20 %. Denn besitzt das Brennholz eine höheren Feuchtigkeitsanteil läuft der Verbrennungsprozess sehr viel schlechter ab und es kommt zusätzlich zur Emission von umweltschädlichen Abgasen.


Weiterhin droht die Verdreckung, sog. Versottung,  Ihrer Kaminabzugselemente. Das kann sogar so weit gehen, dass sich übelriechende, gelbliche Ablagerungen bilden, die nur durch sehr teure Spezialreiniger entfernbar sind. In ganz drastischen Fällen muss sogar ihre komplette Abzugsanlage ausgetauscht werden, welches natürlich sehr hohe Kosten verursacht. Um das zu vermeiden, ist es notwendig, ausreichend trockenes Kaminholz als Heizmittel zu nutzen. Um allen drei Punkten gerecht zu werden, sollte man schon beim Einkauf auf gute Qualität zu achten.



Brennholzofen | Brennholz | Kaminholz (Quelle: © kingnetz.de)


Die richtige Menge Frischluft


Feuer benötigt ausreichend Sauerstoff, um ordentlich brennen zu können.  Dabei ist besonders auf die Zuluft des Ofens zu achten. Stimmt diese nicht, kann die Verbrennung im Ofen nicht ordentlich ablaufen und es droht eine Verschmutzung der Umwelt und des Abzugssystems. Gerade die erste Phase der Verbrennung muss dabei schnell durchlaufen werden, denn sie dient nur dem gesamten Aufwärmen des Ofens und dessen Inhalt.


Oft  entstehen beim Anheizen des Ofens Schwelbrände oder ähnliche, unvollständige Verbrennungen. Verstärkt wird dieses Problem mit der falschen Auswahl des Anzünders bzw. dem falschen Gebrauch. Schwelbrände oder ähnliche  unvollständige Verbrennungen erzeugen einen sehr dicken Qualm, der mit einer Vielzahl von nicht richtig verbrannten Partikeln belastet ist. Zusätzlich zum Verschmutzungsproblem wird so auch der Wirkungsgrad des Kamins verringert, d.h. für Sie das Heizen wird insgesamt teurer.


Um das alles zu vermeiden ist es wichtig, die vom Ofen benötigte Zuluft auch in ausreichendem Maß zur Verfügung zu stellen und sämtliche Verunreinigungen oder Blockierungen, soweit es geht aus dem Luftsystem zu entfernen. Darüber hinaus ist es wichtig die Brennkammer des Ofens nicht zu überlasten. Eine große Menge Brennholz benötigt auch mehr Sauerstoff, um ordentlich verbrennen zu können.


Da das Zuluftsystem des Ofens aber nur für die jeweilige Maximalmenge an Holz ausgelegt ist, kommt es bei Überladung auch zu unvollständigen Verbrennungen die folglich die Umweltverträglichkeit, als auch den Effizienzgrad der Anlage stark sinken lassen. Auch hier hilft das Datenblatt des Herstellers um herauszufinden, wie groß die maximale Holzmenge ist.



Kaminholz | Kaminholzofen | Verbrennung (Quelle: © Mario Koeln - YouTube.com)


Lieber mit kleineren Mengen nachlegen  


Grundsätzlich gilt beim Nachlegen - wie auch beim Anheizen: lieber kleinere Mengen von Holz in das Feuer geben und erst nachlegen wenn diese fast verbrannt sind, um den Ofen nicht zu überlasten. So passen Sie Ihr Heizverhalten Ihrem Lebensstil ohne größere Umstände an und regulieren gleichzeitig ihren Verbrauch. Dieses ökonomischere Heizen wirkt sich natürlich auch positiv auf den Geldbeutel aus.


Ein weiterer Vorteil von kleineren Holzmengen im Ofen ist der einfachere und saubere Transport derselben. Man muss nicht mehr von der Holzlagerstelle bis zum Ofen Unmengen an Holz schleppen, sondern kann wesentlich bequemer kleinere Mengen zum Ofen bringen und gleich einlegen. Es entsteht so wesentlich weniger Dreck vor und auf dem Weg zum Kaminofen und das macht das Heizen mit Holz wesentlicher anwenderfreundlicher.


Sie werden sehen, dass beim Nachlegen von Brennholz kaum bis gar kein Anzünder mehr gebraucht wird. Lediglich die Menge der Glut und die Positionierung des Holzes beeinflusst dabei die Dauer des Entzündungsprozesses. Ansonsten startet die Verbrennung von allein.  Um das zu unterstützen, kann man die Luftzufuhr wieder vergrößern, indem man das Einstellrad auf die entsprechende Stufe stellt. Der Verbrennung wird so wieder mehr Sauerstoff zur Verfügung gestellt, was die den Gesamtprozess des Anzündens natürlich beschleunigt.


Beim Nachlegen von Brennholz ist besonders auf die metallischen Teile zu achten, da diese mitunter sehr heiß werden können. Gerade Teile, die nah an der Brennkammer sind, entwickeln sehr hohe Temperaturen. Dies stellt eine potentielle Gefahrenquelle dar. Hier gilt also, im Zweifelsfall nur mit Handschuhen berühren oder wenn möglich, gar nicht während des Heizprozesses anfassen.


Zusammenfassend gilt: Heizen ist kein Hexenwerk. Beachten Sie einfach unsere Tipps zum Anheizen und Nachlegen und schon können Sie ganz entspannt die Wärme und das Knistern Ihres Ofens genießen. Nicht vergessen: richtiges Nachlegen schafft finanzielles Sparpotential und schont die Umwelt!

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Josephine Ludwig
Josephine ist Studentin an der TU Ilmenau. Sie ist ein großer Fan der Wärme von Brennholzöfen und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung gern an interessierte Personen weiter.
Kommentare
Jan
vom 21.09.2015
Tolle Tipps. Haben mir sehr geholfen. Danke.
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