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Spalthammer | Spaltkeil | Brennholz spalten | Brennholz verarbeiten | Werkzeug

Brennholz mit Spalthammer und Spaltkeil verarbeiten

Brennholz mit Spalthammer und Spaltkeil verarbeiten
Spalthammer | Brennholz spalten | Spaltkeil (Quelle: © Gundolf Renze -Fotolia.com)

Die Spaltaxt ist wohl das gängigste Werkzeug, wenn es darum geht, das eigene Brennholz für den Haushalt oder im Forstbetrieb Holz zu spalten. Oft kommt es aber auch zu zähen, widerspenstigen Holzstücken, die mit einer Spaltaxt nur schwer zu spalten sind.
Für diese Fälle gibt es den Spalthammer. Dieser kann in Kombination mit einem Spaltkeil genutzt werden.
In diesem Ratgeberteil werden Ihnen die beiden Werkzeuge vorgestellt und näher erläutert.


Der Spalthammer

Der Spalthammer ist eine abgewandelte Form der Spaltaxt und kann zum Spalten von groben Holzstücken oder auch zum Bearbeiten von Naturstein genutzt werden. Dabei unterscheidet sich der Spalthammer äußerlich nur in wenigen Punkten.
Er besteht, wie die Spaltaxt aus Stiel, Stielschutz und Axtkopf. Der Unterschied ist am Axtkopf zu sehen.
Anstelle der glattgeschliffenen Rückseite - dem Nacken - hat er Spalthammer, wie der Name schon verrät, an dieser Stelle einen Hammer.


Gegenüber liegt, wie gehabt, die Schneide. Diese hat einen niedrigeren Keilwinkel als die Axt von circa 30°.
Außerdem hat die Schneide eine sogenannte "Wendenase" - eine leichte Biege in der Vorderseite der Klinge, welche genutzt werden kann um Holzstücke heranzuziehen oder herum zudrehen. Diese kann großen Komfort für das Arbeiten bedeuten.

Der größte Unterschied zur Spaltaxt ist das deutlich höhere Gewicht des Spalthammers. Dieser kann bis zu 4,6kg wiegen!
Daher hat er eine sehr viel höhere Schlagkraft, erfordert allerdings auch mehr Energie in der Bedienung.
Der Spalthammer und dessen Beschaffenheit ist durch die Norm DIN 5129-B festgelegt.
Darin ist zum Beispiel eine Stielabzugskraft von 20 kN festgelegt, um Unfälle durch ein Lösen des schweren Axtkopfes vom Stiel zu vermeiden.
Außerdem ist eine Mindesthärtegrad für den Hammer und die Klinge angegeben. Auf jedem Spalthammer - entweder auf Axtkopf oder Stiel - müssen mittlerweile Warnhinweise versehen werden. Einer davon ist es, dass bei der Nutzung des Spalthammers auf leichte Schutzkleidung zu bestehen ist. Weitere Hinweise zum verantwortungsvollen Arbeiten mit einem Spalthammer erfahren Sie im nächsten Punkt.

Arbeiten mit einem Spalthammer

Der Spalthammer kann genutzt werden um auf zwei verschiedene Wege Holz zu spalten.
Die erste Methode ist die klassische - spalten durch die Klinge!
Dabei ist durch das hohe Gewicht des Axtkopfes meist nur ein Schlag notwendig.
Beim Schlagen ist vor allem darauf zu achten, das sich keine weiteren Personen oder größere Gegenstände im Schlagradius befinden, da es so zu gefährlichen Unfällen kommen kann.
Man sollte außerdem beim Vorgang explizit auf die eigenen Beine achten, sonst könnte ein falsch gesetzter Schlag fatal enden.

Die zweite Methode, um mit einen Spalthammer Holz zu spalten, ist es mit einem Spaltkeil das Holz auseinander zu treiben.
Das ist bei besonders hartnäckigem Holz von Nöten. Dafür wird der Spaltkeil vorzugsweise in einen Riss im Holz eingeführt und mit dem Spalthammer darauf geschlagen. Dabei kann es zu Materialabsplitterung kommen - daher ist eine Schutzbrille zu empfehlen. Dabei gleich die Handhabung des Spalthammer einem Vorschlaghammer. Beim kraftaufwändigen Schlag kann es durch den Rückschlag zu Vibrationen kommen, welche auf Dauer beim Arbeiten die Arme stark belasten. Manche Modelle haben daher einen mit Gummi verstärkten Griff, um die Vibration leicht abzumindern.

Um angenehmes Arbeiten zu ermöglichen, sollten Sie auch beim Spaltkeil auf einige Dinge achten!

Der Spaltkeil

Bei Keilen unterteilt man in Fällkeile und Scheit- beziehungsweise Spaltkeile.
Die Fällkeile werden genutzt, wenn Bäume am Stück gefällt werden. Sie werden in den angesägten Riss in Fallrichtung eingeführt, um den Baum in die korrekte Richtung zu führen. Außerdem wird so der Druck des Gewichts des Baumes von der Motorsäge genommen, mit der der Baum bearbeitet wird.


Spaltkeil | Brennholz verarbeiten | Spalthammer (Quelle : © TwilightArtPictures -Fotolia.com)

Der Spaltkeil ist für uns aber in diesem Fall interessanter.
Dieser weist einen Keilwinkel zwischen 10° und 25° auf. Generell gibt es Spaltkeile in verschiedensten Ausführungen.
Die Schneide kann ohne oder mit Anschliff versehen sein und eine Länge zwischen 15 und 30 Zentimetern haben.
Dabei unterscheidet sich das bevorzugte Gewicht des Spaltkeils je nach Anwendung. Es gibt Spaltkeile, die wiegen nur wenige hundert Gramm andere mehrere Kilogramm.
Der klassische Spaltkeil besteht aus Stahl, aber mittlerweile werden auch Keile aus Aluminiumlegierungen und Kunststoffe gehandelt.


Die Schneidefläche wird oft mit Vertiefungen geprägt. Diese sollen das Einführen in das Holz erleichtern und die auftretende Reibung mindern.
Die Keilfläche wird auf einen runden Schaft aufgesetzt, welcher meist auf Hartholz besteht. Dieser Schaft wird mit einem Schlagring versetzt.
Bei der Auswahl des Spaltkeils sollten Sie die Beschaffenheit des Holzes, welches Sie spalten möchten, berücksichtigen. Für besonders zähes Holz sollte man zum Beispiel einen schwereren Keil mit einem besonders stumpfen Keilwinkel wählen.

Die Arbeit mit dem Spalthammer, auch in Kombination mit Spaltkeilen ist keine Arbeit, die man auf Dauer verrichten kann. Sie ist besonders schweißtreibend und kostet viel Energie. Daher sollte zusätzlich eine Spaltaxt zur Hand sein, falls es zu kleineren Holzstücken kommt. Dafür ist der Spalthammer überdimensioniert und Sie verschwenden Kraft. Bei der Auswahl eines Spalthammers sollten Sie sich unbedingt beraten lassen!

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Sarah Kolberg
Sarah Kolberg ist Studierende der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Sie ist als freie Mitarbeiterin bei der Thüringer Allgemeine Lokalausgabe Ilm-Kreis tätig, Ehrenamt engagiert sich Sarah in verschiedenen Ressorts des hsf studentenradio e.V. Seit Juni 2015 schreibt sie für kingnetz.de
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