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Spaltaxt | Spalthammer | Werkzeuge | Brennholz verarbeiten | Brennholz spalten

Spaltaxt vs Spalthammer - Was ist besser?

Spaltaxt vs Spalthammer - Was ist besser?
Spalthammer | Spaltaxt | Brennholz spalten (Quelle: © Carola Schubbel -Fotolia.com)

Sie möchten selber Holz spalten, wissen aber nicht, welches Werkzeug Sie nutzen sollen?
Zum Holz spalten können die Spaltaxt und der Spalthammer genutzt werden.
Allerdings sind beide für verschiedene Vorgänge geeignet und unterscheiden sich in einigen Punkten.
Wir stellen Ihnen die beiden Werkzeuge vor und zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile auf.


Unterschiede im Aufbau

Beide Werkzeuge haben einen ähnlichen Aufbau. Sie bestehen im Prinzip aus drei Teilen: dem Stiel, dem Axtkopf und dem Stielschutz.
Der Stielschutz stellt die Verbindung zwischen Axtkopf und Stiel dar. Der Stiel kann bei Spalthammer sowie bei Spaltaxt aus Holz oder glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen. Bei Spalthammer wird der Stiel teilweise zusätzlich mit Gummi verstärkt um die Vibrationen beim Schlag zu mindern und so die Arme zu schonen.
Der Axtkopf besteht aus einer Scheide und einer Rückseite.


Die Schneide hat bei beiden Werkzeuge einen stumpfen Keilwinkel. Dieser fällt bei der Spaltaxt größer aus. Hier beträgt der Keilwinkel zwischen 35° und 40°, während bei dem Spalthammer 30° üblich sind.
Die Klinge des Spalthammers weist außerdem meistens eine Wendenase auf. Diese kann genutzt werden um Holzstücke auszurichten oder heranzuziehen.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Werkzeugen ist die Rückseite des Axtkopfes.
Bei der Spaltaxt wird diese als Nacken bezeichnet und ist flach abgeschliffen.
Beim Spalthammer ist an dieser Stelle ein Hammer. Das führt dazu, dass der Spalthammer deutlich schwerer ist. Der Axtkopf wiegt hier 3 Kilogramm und höher, während der Axtkopf bei der Spaltaxt gerade mal 1,5 bis 2 Kilogramm wiegt.


Spaltaxt | Werkzeug | Spalthammer (Quelle: © seeyou | c. steps - Fotolia.com)


Unterschiede in der Funktionsweise

Mit beiden Werkzeugen kann das Holz durch die Klinge gespalten werden.

Allerdings ist der Kraftaufwand beim Spalthammer dafür viel höher, aufgrund des hohen Gewichts. Der Spalthammer sollte daher nur bei großen, besonders zähen Holzstücken herangezogen werden.


Für kleinere Holzstücke ist die Spaltaxt ideal. Man kann so unter mäßigem Kraftaufwand passende Holzscheite für seinen Kamin oder Ofen herstellen. Mit dem Spalthammer kann man auch, mithilfe eines Spaltkeils, Holz spalten. Diese Variante sollte vor allem bei sehr widerspenstigem Holz genutzt werden. Dafür wird der Keil in einen Einschlag oder Holzrisse eingeführt und mit der Rückseite des Spalthammers darauf geschlagen. Der Hammer kann auch dazu genutzt werden um beispielsweise Holzpfähle in den Boden zu rammen und ist damit mit seiner Funktionalität der Spaltaxt überlegen.

Allerdings ist der Spalthammer nicht für alle Einsatzgebiete sinnvoll. Wenn gezieltes Arbeiten verlangt ist und der Spaltvorgang längere Zeit andauert, da viele kleine Holzstücke gespalten werden, dann sollte die Spaltaxt die erste Wahl sein. Mit dem Spalthammer haben Sie zwar eine sehr viel höhere Spaltkraft, jedoch ist für die meisten der hohe Kraftaufwand nur für kurze Zeit tragbar. Für kleine Holzstücke ist der Schlag auch zu ungezielt und das Holzstück könnte durch die Wucht weggeschleudert werden. Das birgt einerseits Gefahren ist aber auch simpel gesagt beim Spaltvorgang lästig, da die Holzscheite immer wieder eingesammelt werden müssen.

Sie sollten daher den Anwendungsbereich eingrenzen können, bevor Sie sich für den Kauf eines der Werkzeuge entscheiden.
Rein preislich fallen Spalthammer meist teurer aus. Sie bewegen sich meist im Preisspektrum zwischen 60 und 100 Euro. Spaltaxt sind preisgünstiger mit 45 bis 80 Euro, bietet aber nicht die doppelte Funktion, die ein Spalthammer bietet.
Für den Eigenbedarf ist eine Spaltaxt meist ausreichend, da Brennholz meist in relativ kleinen Holzstücken ausgeliefert wird.
Auf der sichersten Seite ist man natürlich, wenn man beide Werkzeuge vorliegen hat und je nach Beschaffenheit des Brennholzes wählt, welches Werkzeug sinnvoller ist. Erläutern Sie im Fachhandel Ihren Anwendungsbereich und lassen Sie sich ausreichend beraten!

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Sarah Kolberg
Sarah Kolberg ist Studierende der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Sie ist als freie Mitarbeiterin bei der Thüringer Allgemeine Lokalausgabe Ilm-Kreis tätig, Ehrenamt engagiert sich Sarah in verschiedenen Ressorts des hsf studentenradio e.V. Seit Juni 2015 schreibt sie für kingnetz.de
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