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Hartholz | Weichholz | Hartholz-Weichholz-Vergleich

Hartholz oder Weichholz? Erklärung und Brennverhalten

Hartholz oder Weichholz? Erklärung und Brennverhalten
Hartholz | Weichholz | Vergleich Hatzholz und Weichholz (Quelle: Matthias Buehner - Fotolia.com)

Um den Brennholzkauf zu optimieren kommt man nicht daran vorbei sich auch mit holzspezifischen Kennwerten, charakteristischen Einteilungen und ähnlichen fachterminologischen Begriffen auseinanderzusetzen. In diesem Teil des Ratgebers soll es um die Einteilung von harten und weichen Holzsorten und deren Einfluss auf die Brennholztauglichkeit gehen. Es wird weiterhin der Begriff der Darrdichte genauer erklärt, auf welchem die Unterteilung von hartem und weichem Holz aufbaut.

Der Fachbegriff Darrdichte und seine Bedeutung

Als erstes soll der Begriff der Darrdichte erklärt werden. Dieser bildet, wie in der Einleitung erwähnt, die Grundlage für die Einordnung in hartes oder weiches Holz. Grundsätzlich bezeichnet diese Dichte einen Wert, der das Gewicht in Abhängigkeit des Holzvolumens beschreibt.

Der Wert wird also in einem Verhältnis von Gewichtseinheit zur Volumeneinheit, wie  z.B. g /cm³, angegeben. Die entscheidende Grenze zwischen Hartholz und Weichholz liegt bei 0,55 g/cm³. Hölzer mit einem Wert kleiner 0,55 g/cm³ gelten als weiches Holz und alle Holzsorten mit einem größeren Wert gehören folglich in den Bereich des Hartholzes. Die Ermittlung der Darrdichte erfolgt unter bestimmten Bedingungen und wird im Labor durchgeführt. So liegt z.B. der geforderte Feuchtigkeitsanteil bei der Ermittlung der gesuchten Dichte bei annähernd  0 % und widerspricht der natürlichen Form von Holz damit komplett. Es ist in der freien Natur nahezu unmöglich Holz ohne Feuchtigkeitsanteil zu finden.

Hartholz

Im letzten Abschnitt wurden die Bezeichnungen hartes und weiches Holz bezüglich der Darrdichte erklärt. Nun sollen diese beiden Bezeichnungen für ein besseres Verständnis im Allgemeinen genauer eingrenzt und erläutert werden.
Hartholz ist aufgrund seines Aufbaues, wie der Name schon sagt, ein sehr harter, widerstandsfähiger Holztyp. Durch die besondere Struktur des Holzes (sehr eng liegende Jahresringe), einer übermäßigen Anordnung von Fasern und zahlreichen sehr engen Gefäßgängen ist das Holz zum einen deutlich schwerer als weiches Holz und zum anderen verfügt es über einen sehr hohes Stabilitätsniveau. Es wird deswegen sehr oft, parallel zum Brennholzgewerbe, im Bau- und Möbelbereich als natürliches und widerstandsfähiges Material eingesetzt. Einheimische, typische Baumarten, deren Holz als hart eingeordnet werden kann, sind z.B. Buche, Eiche, Esche und Kastanie. Aus ihnen bekommt man Holz mit sehr hoher Festigkeit und Gewicht. Ob dieses Holz besonders für Brennholz geeignet ist, entscheiden aber noch andere Kennwerte. Aber dazu unter dem Abschnitt „Ist Hartholz effizienteres Brennholz ?“ mehr.


Hartholz | Weichholz | Vergleich Hatzholz und Weichholz (Quelle: bidaya - Fotolia.com)

Weichholz

In diesem Abschnitt soll es um allgemeine Fakten zum Thema Weichholz gehen. Weichholz ist aufgrund seines charakteristischen Aufbaus deutlich leichter und widerstandsanfälliger als Hartholz. Es wird vorwiegend parallel zur Brennholzproduktion in der Möbelindustrie eingesetzt. Weiches Holz hat den großen Vorteil, dass es wesentlich schneller nachwächst. Es stellt damit eine nachhaltige Ressource dar, welche, durch Einsatz von geplanter Forstwirtschaft, der Industrie in großen Mengen zur Verfügung steht. Man kann daraus schließen, dass es in größerem Umfang für die Produktion von Brennholz genommen wird und sich folglich der Produktpreis oft unter dem von Hartholzprodukten befindet. Gerade im Süden Deutschlands wird vorrangig mit Weichholz gearbeitet, da es dort in großen Beständen vorkommt. Entsprechende Baumtypen aus dem deutschen Raum, die zur Kategorie der Weichhölzer gehören, sind Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Erle, Weide und Linde. Weichholz beinhaltet alle Nadelbaumarten, wie man auch bei den Beispielen sehr gut erkennen kann. Als grobe Faustregel kann man deshalb formulieren, dass Nadelbäume allgemein in die Klasse der Weichhölzer gehören.

Ist Hartholz effizienteres Brennholz?

Die Unterscheidung in Hart- und Weichhölzer resultiert aus einer Einordnung, die durch den Zoll in der Vergangenheit zur besseren Unterscheidung eingeführt worden ist. Diese Unterscheidung ist bis zum heutigen Tag beibehalten worden, aber letztlich beinhaltet diese nicht die Kernmerkmale, die gebraucht werden, um heutiges Brennholz nach seiner Qualität einzuordnen. Dafür sind weitere Unterteilungen auf Grundlage der Brenneigenschaften wie Funkenflug, Restasche oder Heizwert notwendig. Also schauen sie beim Kauf von Brennholz auch auf diese Werte, denn sie beinhalten den wesentlich wichtigeren Teil der Eigenschaften. Auch gedankliche Analogien, dass z.B. weiches Holz grundsätzlich schlechter als Brennholz geeignet ist, weil es durchschnittlich weniger Masse hat, gilt es mit Praxiserfahrungen und Fachmeinungen zu überprüfen. Denn so pauschal ist das gar nicht zu sagen. Auch weiche Hölzer können einen für sie überdurchschnittlichen Heizwert haben (z.B. Birke in Mitteleuropa). Gleiches gilt natürlich auch für Harthölzer, d.h. es kann Harthölzer geben, die über einen geringeren Heizwert verfügen, als bestimmte Weichhölzer. Es kommt dabei auch sehr auf die natürlichen Bedingungen des Lebensraumes an, in dem die Bäume gewachsen sind und auch auf das individuelle genetische Profil des Baumes. Einen Einfluss auf die Kamintauglichkeit hat auch die gewählte Holzart, welche angibt, wie viel Harz im Brennholz enthalten ist. Ein hoher Harzgehalt sorgt zwar für angenehmes Knistern, kann aber auch dazu führen, dass die Glut spritzt.

Die Darrdichte bezeichnet einen Kennwert, der das Gewicht des Holzes in Abhängigkeit zu seinem Volumen angibt. Auf Basis dieses Kennwertes wird Holz in Hartholz und Weichholz kategorisiert. Der Grenzwert liegt bei 0,55 g/cm³, wobei alles unter dem Wert liegende Weichholz ist und folglich alles über dem Wert liegende zur Kategorie Hartholz zählt. Unter Hartholz zählen dabei Baumarten wie Buche, Eiche, Esche und Kastanie. Unter Weichholz vorrangig Nadelbaumarten wie Kiefer, Tanne, Fichte und andere Baumarten wie Birke, Linde oder Weide. Harte und weiche Hölzer sind nicht aufgrund ihrer Einordnung besser oder schlechter als Brennmaterialien geeignet. Wichtiger sind Eigenschaften wie Feuchtigkeitsanteil, Funkenflug oder Heizwert.

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Jens Brechling
Als eingefleischter Brennholzliebhaber ist Jens mit Leib und Seele dabei für Sie die Besten und Informativsten Beiträge rund um das Thema Brennholz zu verfassen. Gerne bringt er auch seine eigenen Erfahrungen ein um seine Leser bestmöglich zu Informieren & zu begeistern.
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