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Brennholz verkaufen

Brennholz verkaufen - wichtige Hinweise!

Brennholz verkaufen - wichtige Hinweise!
Brennholz zu verkaufen (Quelle: © WoGi - Fotolia.com)

Wer Brennholz verkaufen möchte, sollte einige Dinge beachten. Wer versucht, große Mengen an Brennholz zu verkaufen, kann beispielsweise sehr schnell Ärger mit dem Finanzamt bekommen. Und wer den guten alten Kirschbaum im Garten fällen muss, sollte beim Verkauf wissen, dass er es hier mit wertvollem Holz zu tun hat. Wir geben Ihnen Tipps, wie sie ihr Brennholz verkaufen können, ohne dass es hinterher zu bösen Überraschungen kommt.


Brennholz verkaufen: Gewerbe oder nicht?


Wer sich bei der Größe seines Brennholzlagers verschätzt hat und zu viel Kaminholz geschlagen hat, dem bleiben nur drei Möglichkeiten:

  1. Er kann das Brennholz unsachgemäß lagern und damit riskieren, dass es an Qualität verliert. Diese Möglichkeit ist nicht empfehlenswert!
  2. Er kann das Brennholzlager erweitern. Leider hat nicht jeder ausreichend Platz dafür vorhanden.
  3. Er kann das überschüssige Brennholz verkaufen.

Im Prinzip spricht nichts gegen Option drei. Vorsicht ist dennoch geboten! Leider gibt es keine feste Grenze, die definiert, wie viel Brennholz privat verkauft werden darf, ohne ein Gewerbe anmelden zu müssen. Es droht der Vorwurf von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung. Um auf Nummer sicher zu gehen hilft nur eines: ein Anruf beim zuständigen Finanzamt. Ihr Sachbearbeiter hilft Ihnen gern weiter. Das Motto lautet: Vorsicht ist besser als Nachsicht!


Baum fällen | Birken-Brennholz verkaufen (Quelle: © dieter76 - Fotolia.com)


Wer größere Mengen Brennholz verkaufen möchte, z.B. aus einem Privatwald, kommt um eine Gewerbeanmeldung nicht herum. Das gilt auch, wenn Holz beim Förster gekauft und anschließend zu Brennholz weiterverarbeitet wird, um es gewinnbringend zu veräußern. Dann ist es notwendig, einen land- und forstwirtschaftlichen Nebenerwerb anzumelden. Dieser muss der Hauptarbeit wirtschaftlich untergeordnet sein. Nähere Informationen zu dieser Form des Nebenerwerbs sowie Vergünstigungen und Fördermöglichkeiten erhalten Sie in Ihrem Gewerbeamt vor Ort.


Brennholz gewinnbringend verkaufen

Ist mit dem Finanzamt alles geklärt, stellt sich die Frage nach dem Verkaufspartner. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, muss zunächst das Holz genau begutachtet werden. Nicht immer kann Holz „nur“ als Brennholz genutzt werden. Manche Sorten eignen sich auch als Bauholz und können damit einen weit höheren Preis erzielen.


Die DIN 1052 legt fest, dass nur bestimmte Holzarten als Bauholz genutzt werden dürfen. Darunter zählen unter anderem: Eiche, Buche, Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Douglasie und einige weitere, weniger weit verbreitete Hölzer. Zusätzlich muss das Holz weitere Eigenschaften erfüllen, um als Bauholz genutzt werden zu dürfen. Darunter zählen Holzschutz, Verarbeitung und Holzanteil. Eine professionelle Einschätzung erhalten Sie bei Ihrem Förster oder bei einem Sägewerk Ihrer Region.


Bauholz (Quelle: © saegeprofi - YouTube.com)


Der Wert des Brennholzes

Ist Ihr Holz ausschließlich als Brennholz zu verkaufen, sollten Sie sich über den Wert Ihrer Holzsorte kundig machen. Besonders lukrativ sind Obstbäume. Sie eignen sich nicht nur als Brennholz, sondern auch als Räucherholz im Smoker. Sie verbrennen oft mit besonders angenehmen Aroma und brennen langsam mit hoher Hitze ab. Allgemein lässt sich sagen, dass Brennholz aus Laubbäumen sich durch hohe Qualität und guten Brenneigenschaften auszeichnet. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Erlen und Limonenbäume sind zwar Laubbäume, allerdings Brennholz von niedriger Qualität.


Nadelhölzer lassen sich ebenfalls als Brennholz verkaufen. Ihre Brenneigenschaften sind jedoch bei weitem nicht so gut. Sie brennen schnell ab, und die Hitzeentwicklung variiert. Das größte Problem der Nadelhölzer ist der Harzgehalt. Er sorgt beim Abbrennen für Funkenflug. Daher eignen sich Nadelhölzer nicht für die Verwendung in offenen Kaminen.


Brennholz Feuer (Quelle: © Lullaby Baby - YouTube.com)


Da es sich bei Holz um ein Naturprodukt handelt, variiert das Angebot und die Preise schwanken. Auch regional gibt es Unterschiede. Im Süden Deutschlands sind Nadelhölzer als Brennholz eher akzeptiert als im Norden. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuelle Preissituation, indem Sie sich bei verschiedenen Brennholzhändlern der Region kundig machen. Das geht leicht, da viele Händler eigene Websites mit Preislisten haben. Auf den Homepages erhalten auch oft Informationen darüber, ob die Händler Brennholz von Privatanbietern ankaufen. Wenn nicht, helfen kostenfreie oder kostengünstige Anzeigen auf Online-Marktplätzen weiter.


Zusammenfassung:
  Brennholz verkaufen kann ein lohnenswertes Geschäft sein. Klären Sie jedoch mit dem Finanzamt, wie viel Sie verkaufen dürfen. Schätzen Sie ab, ob ihr Holz vielleicht auch als Bauholz verwendbar ist. Wenn nicht: informieren Sie sich über den Wert als Brennholz. Viel Erfolg!

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Josephine Ludwig
Josephine ist Studentin an der TU Ilmenau. Sie ist ein großer Fan der Wärme von Brennholzöfen und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung gern an interessierte Personen weiter.
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