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Brennholz selbst schlagen

Brennholz selbst schlagen - ist das empfehlenswert?

Brennholz selbst schlagen - ist das empfehlenswert?
Brennholz aus dem Wald (Quelle: Gebi - Fotolia.com)

Der Winter war streng, das Brennholzlager ist leer. Nun stellt sich wie jedes Jahr die Frage: Brennholz selbst schlagen oder Brennholz beim Händler kaufen? Wer denkt er kommt besser weg, wenn er sein Brennholz  selbst schlägt anstatt es zu kaufen, ist leider auf dem Holzweg. Warum ist das so? Was muss man alles beachten beim Brennholz schlagen? Wir haben die Informationen für Sie hier zusammengestellt.


Brennholz aus dem Wald

Das wichtigste zuerst: Einfach in den Wald gehen und ein paar Bäume fällen ist laut Bundeswaldgesetz verboten! Wie bei vielen anderen Dingen in Deutschland sind auch hierfür Genehmigungen erforderlich. Das ist auch richtig so, denn der Wald ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und muss nachhaltig bewirtschaftet werden. Wer Brennholz im Wald schlagen möchte, muss also zuerst den für das Waldgebiet zuständigen Förster kontaktieren. Dieser wird Ihnen dann erklären, wo Bäume gefällt werden dürfen und wo nicht.


Brennholz-Stapel im Wald (Quelle: © Alberto Masnovo - Fotolia.com)


Vorsicht! Auch wer nur das Holz sammeln möchte, das sowieso schon auf dem Waldboden liegt, benötigt eine Genehmigung! Der Grund, warum das nur mit einem sogenannten Holzsammelschein erlaubt ist, liegt darin, dass der Wald nicht nur Holzlieferant ist, sondern auch Lebensraum für viele Tiere und Insekten.


Der Motorsägen-Führerschein

Wer in einem staatlich verwalteten Waldgebiet Bäume fällen möchte, benötigt einen Motorsägen-Führerschein. Gleiches gilt übrigens auch für das Entasten bereits gefällter Bäume und Baumkronen. Der entsprechende Lehrgang dauert meist zwei Tage und kostet zwischen 100€ und 200€. Dort wird der richtige Umgang  mit der Motorsäge gelehrt und auch auf Vorsichtsmaßnahmen eingegangen. 

Zusätzlich zu den Gebühren für den Lehrgang fallen weitere Kosten an, die meist nicht bedacht werden. So benötigt die Motorsäge Kraftstoff und Wartung. Zusätzlich benötigt man schnittfeste Arbeitskleidung, Gehörschutz und einen Helm mit Gesichtsschutz.


Welcher Baum gibt gutes Brennholz?

Holz ist nicht gleich Holz. Die verschiedenen Brennholzsorten haben unterschiedliche Brenneigenschaften. Buche ist ein sehr beliebtes Brennholz in Deutschland. Das liegt an den hervorragenden Heizeigenschaften: Buchenholz lässt sich leicht anzünden, brennt lange und gleichmäßig und entwickelt ein sehr schönes Glutbett. Auch Eichen produzieren viel Glut. Ihr hoher Heizwert und die geringe Menge an produzierter Asche tragen zu ihrer Beliebtheit in Deutschland bei. Beide Holzsorten sind sogenannte Harthölzer. Viele gute Brennholzsorten zählen zu den Harthölzern. Diese zeichnen sich durch ihre hohe Darrdichte aus. Leider sind sie auch viel schwerer zu bearbeiten als Weichhölzer.


Waldarbeiter beim Baum fällen (Quelle: © funnyraven)


Typisches Brennholz aus dem Bereich der Weichhölzer sind Fichten und Kiefern. Sie sind zwar leichter zu bearbeiten, haben allerdings auch wesentlich schlechtere Heizeigenschaften. Nadelhölzer haben oft einen starken Funkenflug und sind aufgrund der Brandgefahr für offene Kamine nicht geeignet. Je nachdem, in welcher Region man wohnt, hat man oft keine große Auswahl, was das Brennholz holen im Wald betrifft. Beispielsweise besteht der Thüringer Wald zu 70% aus Nadelbäumen, hauptsächlich.Fichten. Hier punktet der Brennholzhändler: bei ihm kann man wählen, wie viel Holz man von welcher Sorte haben möchte. 


Nach dem Abtransport ist noch lange nicht Schluss

Der Brennholzkauf beim Händler hat noch einen weiteren Vorteil: das Holz kann direkt ofenfertig bestellt werden. Einige Händler bieten sogar an, das Holz gleich im Brennholzlager zu stapeln. Auf diese Vorzüge muss man beim Brennholz-Selbsterwerb verzichten. Als erstes stellt sich die Frage des Abtransportes. Ein geländegängiges Fahrzeug mit Anhängerkupplung und einem entsprechenden Anhänger ist unverzichtbar. Nachdem das Brennholz das eigene Grundstück erreicht hat, muss es gespalten und gehackt werden. Ein Holzspalter kann hier eine echte Hilfe sein! Anschließend wird das Brennholz im Lager untergebracht. Doch das Holz ist nicht sofort verwendbar. Es muss lange trocknen, bis es für das Heizen verwendet werden kann. Die Lagerzeiten sind von Holz zu Holz unterschiedlich, oft betragen sie sogar mehrere Jahre.

Fazit

Brennholz selbst schlagen? Oder lieber doch zum Händler? Eine Frage, die jeder für sich beantworten muss. Allerdings ist es ein Irrglaube, mit dem Selbstschlagen von Brennholz Kosten zu sparen. Der Motorsägenlehrgang, die Ausrüstung, die Werkzeuge, die Transportfahrzeuge - diese Punkte werden oft einfach nicht bedacht. 

Beim Brennholzhändler bekommt man das Holz ofenfertig geliefert. Man spart sich viel Arbeit und lange Lagerzeiten. Zusätzlich kann man selbst entscheiden, welche Sorte Brennholz man möchte. Damit ist der Brennholzhändler ihr bester Partner in Sachen Feuerholz.

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Josephine Ludwig
Josephine ist Studentin an der TU Ilmenau. Sie ist ein großer Fan der Wärme von Brennholzöfen und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung gern an interessierte Personen weiter.
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