Brennholz-Ofen
Egal womit ein Haus oder eine Wohnung geheizt wird, Brennholz kann eine gute zusätzliche Wärmequelle sein. Gerade in einer Zeit, in der die Energiepreise explodieren, ist Holz eine preisgünstige und nachwachsende Alternative. Heizen mit Holz kann die kühleren Ecken eines Hauses wohnlicher machen und die Heizkosten insgesamt senken. Wie viel dabei eingespart wird, hängt hauptsächlich von der Art der Holzheizung und des Holzes, das als Brennstoff verwendet wird, ab. Ein Kamin macht ein Zimmer behaglich und setzt einen schönen Akzent ins Wohnzimmer.
Es gibt verschiedene Arten, mit Holz zu heizen. Wer gerade ein Haus baut oder renoviert, könnte über die Installation eines Holzpellet- oder Holzhackselbrennkessels nachdenken. Diese bieten den Komfort einer Öl- und Gaszentralheizung, verwenden als Brennstoff aber Pellets oder Hackselstücke aus Holz. Für die Heizung eines einzelnen Zimmers bietet sich die Einrichtung eines Kamins oder eines Holzofens. Dabei ist ein offener Kamin zwar die schönste Alternative, aber nicht die effizienteste. Nur zehn Prozent der Energie wird als Wärme im Raum verbreitet. Ein geschlossener Kamin ist die bessere Alternative. Hier ist die Wärmeeffizienz wesentlich höher. Dabei bietet der geschlossene Kamin dieselbe angenehme Optik wie ein offener Kamin.
Vor der Einrichtung eines Kamins oder eines Ofens sollte man auf jeden Fall Rücksprache mit der Haftpflichtversicherung und dem Kaminkehrer halten. In jeder Gemeinde gibt es dazu noch Richtlinien zur Feinstaubemission und zur Sicherheit der Öfen, die ebenfalls berücksichtigt werden müssen. Damit die Einrichtung eines Kamins oder Ofens für Brennholz lohnt, muss der künftige Holzheizer sich über die Holzpreise und die Möglichkeit, größere Mengen abzunehmen, die es in seiner Gegend gibt, genau erkundigen. Dafür muss auch schon im Vorfeld geklärt sein, wie viel mit dem Ofen geheizt werden soll. Es ist auch gut, wenn die Möglichkeit einer Holzlieferung besteht. Für das Brenn- oder Kaminholz muss ein trockener Lagerplatz überdachtes Außenlager vorhanden sein. Im Haus selbst sollte nicht zuviel Kaminholz gelagert werden. Selbst wenn es trocken aussieht, kann noch etwas Feuchtigkeit vorhanden sein, was leicht zur Schimmelbildung führen kann Der Einbau eines Holzofens oder Kamins für Brennholz ist nicht billig, kann sich aber auf lange Sicht bezahlt machen.
Welcher Ofen für Brennholz der richtige ist, entscheidet sich danach, ob er als zusätzliche oder einzige Heizquelle genutzt werden soll, und wie viel Arbeit man sich mit dem Holzofen machen möchte. Wenn Brennholz günstig zu bekommen ist, und man auch gerne selbst Holz hackt und stapelt, und die durch Holzsplitter und Rinde entstehende Unordnung nicht stört, dann ist ein Kamin oder traditioneller Holzofen für das eigene Haus wahrscheinlich die günstigste Lösung. Wenn die Kosten für Brennholz und Pellets etwa gleich sind, das Tragen von Pellet Säcken nichts ausmacht und ausreichend Lagerraum vorhanden ist, man eine Heizung möchte, die Komfort und einfache Wartung bietet, dann ist eine Pellet-Heizung die richtige Wahl. Wer auch dann Wärme haben will, wenn es zu einer Energieunterbrechung kommt, fährt mit einem modernen Holzofen am besten.
Damit alle Ofentypen gut funktionieren, müssen sie gewartet werden, und natürlich müssen der Schornstein und die Rohre regelmäßig gereinigt werden. Das macht die Heizung effektiver und spart Brennholz. Die Reinigung der Rohre übernimmt der Kaminkehrer, die Wartung der Heizung oder des Ofens kann vom Fachmann übernommen werden. Kaminholz ist nicht gleich Kaminholz. Hölzer haben unterschiedliche Heizwerte. Harte Hölzer brennen langsamer und heißer als Weiche, sind aber etwas teurer, dafür brennen weiche Hölzer mit feinerer Asche. Holz sollte vor dem Verbrennen unbedingt gelagert werden, damit es nicht feucht ist, wenn es in den Kamin oder in den Ofen kommt. Mindestens 6 Monate sollten zwischen dem Schlagen und dem Verbrennen liegen.